In Montenegro wurde ein serbisch-orthodoxer Bischof wegen seiner lobenden Äußerungen über den verurteilten Kriegsverbrecher Ratko Mladic angeklagt. Der Bischof hatte Mladic als „wunderbar und heilig“ bezeichnet, was zu einer sofortigen Reaktion der Staatsanwaltschaft führte.
Die Vorwürfe beziehen sich auf die incitement of national, racial and religious hatred, die in Montenegro besonders sensibel sind, angesichts der komplexen ethnischen und religiösen Strukturen im Land. Die Anklage stellt einen weiteren Schritt im Kampf gegen Hassreden und die Aufarbeitung der Vergangenheit in der Region dar.
Die serbisch-orthodoxe Kirche hat in der Vergangenheit immer wieder mit kritischen Äußerungen zu tun gehabt, insbesondere im Hinblick auf die Rolle ihrer Mitglieder während der Balkankriege in den 1990er Jahren. Diese jüngsten Ereignisse werfen erneut Fragen über die Verantwortung von religiösen Führern in Konfliktsituationen auf.
Quellen: Balkan Insight