Die Bewohner des Distrikts Marrupa in der nördlichen Provinz Niassa, Mosambik, kehren nach einem jüngsten Terroranschlag langsam in ihre Heimat zurück. Wie der stellvertretende Provinzgouverneur von Niassa, Silva Livone, mitteilte, haben die Sicherheitsbehörden die Lage nach dem Vorfall vom Donnerstag unter Kontrolle gebracht, wodurch die Rückkehr der Zivilbevölkerung ermöglicht wurde.
Der Angriff hatte Mitarbeiter des Tourismusunternehmens Mozambique Wild Adventures (MWA) in den touristisch genutzten Camps am südlichen Rand des Niassa Special Reserve zur Flucht gezwungen. Etwa 15 Angestellte mussten das Gebiet verlassen, nachdem bewaffnete Angreifer die Einrichtungen bedrohten. Die genaue Identität der Täter ist bisher nicht bekannt, doch vermuten Sicherheitskreise Verbindungen zu islamistischen Gruppen, die bereits in der benachbarten Provinz Cabo Delgado aktiv sind.
Die Region Niassa galt bisher als vergleichsweise stabil, doch die jüngsten Vorfälle deuten auf eine mögliche Ausweitung der Gewalt in benachbarte Gebiete hin. Die Regierung betont, dass zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen wurden, um Touristen und Anwohner zu schützen. Gleichzeitig wird befürchtet, dass solche Anschläge das ohnehin fragile Wachstum des ländlichen Ökotourismus in der Region beeinträchtigen könnten.
Der Niassa Special Reserve ist eines der größten geschützten Wildschutzgebiete Afrikas und spielt eine zentrale Rolle im Naturschutz und der wirtschaftlichen Entwicklung der Region. Die Rückkehr der Bewohner und die Wiederinbetriebnahme der Camps gelten als wichtiger Schritt zur Stabilisierung – doch die langfristige Sicherheit bleibt eine Herausforderung.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – Southern Africa