Ermittlungen zu PFIPC-Skandal: Parlamentsausschuss deckt 58 Bankkonten im Zusammenhang mit Adeyemi auf

Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss des nigerianischen Repräsentantenhauses hat im Rahmen der laufenden Ermittlungen zum Skandal um die Pensionsfondsaufsichtsbehörde PFIPC einen Zwischenbericht vorgelegt. Darin werden insgesamt 58 Bankkonten aufgedeckt, die mit Dr. Bello Adinde Adeyemi, dem ehemaligen Vorsitzenden der PFIPC, in Verbindung gebracht werden. Die Behörde ist für die Aufsicht über private Pensionsfonds im Land verantwortlich, und gegen sie laufen seit Monaten Vorwürfe der Finanzmisswirtschaft und Unterschlagung.

Der Ausschuss stützt seine Erkenntnisse auf mündliche Zeugenaussagen, dokumentarische Beweise, Finanzunterlagen sowie Stellungnahmen von staatlichen Institutionen, privaten Organisationen, mutmaßlichen Angestellten und angeblichen Geschädigten. Die Identifizierung der Konten gilt als entscheidender Schritt in der Aufklärung möglicher unrechtmäßiger Geldflüsse. Gleichzeitig wurde der ehemalige Parlamentssprecher Yakubu Gbajabiamila von den Vorwürfen entlastet, wie der Bericht klarmacht.

Die Veröffentlichung des Zwischenberichts unterstreicht den wachsenden Druck auf die Regierung, Transparenz bei der Verwaltung öffentlicher Fonds herzustellen. Die PFIPC steht seit längerem im Fokus der Öffentlichkeit, nachdem Hinweise auf systematische Missbrauchsmöglichkeiten in der Pensionsverwaltung aufgetaucht waren. Die abschließenden Empfehlungen des Ausschusses werden für die kommenden Wochen erwartet und könnten strukturelle Reformen nach sich ziehen.

Quellen: AllAfrica – West Africa, AllAfrica – Nigeria