Vorwürfe gegen Präsident Tinubu: US-Lobbyfirma behauptet, 3 Millionen Dollar für Stopp der Kampagne angeboten bekommen zu haben

Eine in den USA ansässige politische Beratungs- und Lobbyfirma, die mit dem ehemaligen Vizepräsidenten und Oppositionsführer Atiku Abubakar verbunden ist, hat schwere Vorwürfe gegen die Regierung von Präsident Bola Tinubu erhoben. Der Gründer der Firma, Dr. Karl Von Batten, behauptet, ihm sei eine Summe von drei Millionen US-Dollar angeboten worden, um die laufende Kampagne gegen Tinubu einzustellen. Ziel der Kampagne sei es, Vorwürfe öffentlich zu machen, die gegen den amtierenden Präsidenten erhoben wurden.

Laut Angaben der Firma wurde Von Batten zudem zu einem vertraulichen Treffen nach London eingeladen, bei dem das Angebot unterbreitet worden sei. Die genauen Inhalte der Vorwürfe gegen Tinubu wurden bisher nicht vollständig offengelegt, doch die Andeutung einer Bestechung wirft neue Fragen über die politische Kultur in Nigeria auf. Die Anschuldigungen könnten das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen der Regierung und ihren politischen Gegnern weiter verschärfen.

Die Behauptungen wurden zunächst von Vanguard und weiteren nigerianischen Medien aufgegriffen, die auf eine gemeinsame Meldung von AllAfrica verweisen. Bisher hat das Präsidialamt oder offizielle Regierungsstellen nicht auf die Vorwürfe reagiert. Beobachter warnen jedoch davor, dass solche Anschuldigungen – unabhängig von ihrer Wahrheit – das Vertrauen in staatliche Institutionen untergraben könnten, insbesondere im Vorfeld der Wahlen 2027.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – West Africa, AllAfrica – Nigeria