Geheimes Waffenstillstandsabkommen zwischen Nigeria und Boko-Haram-Fraktion berichtet

Die nigerianische Regierung soll nach Berichten von Medienvertretern ein geheimes Waffenstillstandsabkommen mit einer der verbliebenen Fraktionen der islamistischen Miliz Boko Haram geschlossen haben. Die Vereinbarung betrifft demnach die von Bakura Doro geführte Splittergruppe, die in den letzten Jahren im Nordosten des Landes aktiv war.

Details des Abkommens wurden bisher nicht offiziell bestätigt, doch Quellen zufolge soll die Vereinbarung einen sofortigen Rückzug bewaffneter Aktionen beider Seiten vorsehen, begleitet von humanitären Zugeständnissen und möglicherweise auch Verhandlungen über die Reintegration ehemaliger Kämpfer. Die Regierung hat bisher keine Stellungnahme abgegeben, was Spekulationen über die Legalität und den strategischen Hintergrund der Maßnahme weiter anheizt.

Die Nachricht folgt auf eine Serie von gescheiterten Sicherheitsmaßnahmen, darunter der erneute Angriff auf eine öffentliche Schule in Lassa, Borno-State, nur 35 Tage nach einem ähnlichen Vorfall in Mussa. Kritiker befürchten, dass ein inoffizielles Abkommen die Glaubwürdigkeit der staatlichen Anti-Terror-Strategie untergraben könnte, während Befürworter einen möglichen Schritt hin zu dauerhafter Stabilität im Konfliktgebiet sehen.

Die Boko-Haram-Miliz, die seit über einem Jahrzehnt Gewalt im Nordosten Nigerias ausübt, hat sich in mehrere Fraktionen aufgespalten. Die Gruppe unter Bakura Doro gilt als eine der letzten operativen Einheiten nach der Zerschlagung des einstigen Kerngebiets in Sambisa.

Quellen: Premium Times