Der grüne Direktkandidat Daniel Eliasson hat im Berliner Stadtteil Steglitz einen antisemitischen Angriff während seines Wahlkampfs erlebt. Wie er selbst berichtet, wurde er vor einem Supermarkt von einem Mann verbal beleidigt und körperlich bedrängt. „Es war eine krass bedrohliche Situation“, beschreibt Eliasson den Vorfall. Der Täter habe ihn mit judenfeindlichen Parolen beschimpft, bevor er sich entfernte.
Der Angriff ereignete sich nur kurze Zeit vor einer Kundgebung, bei der Eliasson ein weiterer Vorfall widerfuhr: Ihm wurde während einer Rede das Mikrofon abgestellt. Der Kandidat vermutet Zusammenhänge und macht auf die Zunahme antisemitischer Übergriffe im politischen Raum aufmerksam. In einer Stellungnahme forderte er, solche Vorfälle nicht zu verschweigen, sondern offen anzusprechen und konsequent zu verfolgen.
Die Grünen in Berlin verurteilten den Angriff scharf und forderten eine lückenlose Aufklärung. Sicherheitsvorkehrungen für Wahlkämpfer werden derzeit überprüft. Der Vorfall wird von der Polizei untersucht, während die Debatte über den Umgang mit Antisemitismus im Wahlkampf weiter an Fahrt aufnimmt – besonders vor dem Hintergrund eines weiteren umstrittenen Auftritts eines Rappers bei einer Veranstaltung der Berliner Linken.
Quellen: Der Tagesspiegel