Ein schwerer Sicherheitsvorfall hat sich am Montag im Berliner Abgeordnetenhaus ereignet: Ein unbekannter Mann drang unbefugt auf die Besuchertribüne ein, während im Plenarsaal eine Sitzung stattfand. Die Bodyguards von Bundestagspräsident Norbert Spranger, die zufällig im Gebäude weilten, bemerkten den Eindringling und überwältigten ihn noch vor Eintreffen der Polizei. Der Mann wurde anschließend vorläufig festgenommen.
Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen und prüft, ob der Mann politische Motive verfolgte. Erste Erkenntnisse deuten auf eine gezielte Aktion hin, konkrete Hintergründe sind jedoch noch unklar. Sicherheitsbeamte bestätigten, dass der Mann keinerlei Eintrittsberechtigung besaß und sich ungehindert bis in den Zuschauerbereich vorgearbeitet hatte – eine erhebliche Sicherheitslücke in einem sensiblen Regierungsbereich.
Als Konsequenz aus dem Vorfall werden nun die Zugangsprotokolle und Kontrollmechanismen im Abgeordnetenhaus überprüft. Die Parlamentspräsidentin kündigte an, die Sicherheitsvorkehrungen umgehend zu überarbeiten, um künftig ähnliche Vorfälle zu verhindern. Der Vorfall wirft erneut Fragen über den Schutz demokratischer Institutionen in Berlin auf.
Quellen: T-Online Nachrichten, Der Tagesspiegel